Rund ums Thema Holz

 

Heizen mit Holz - günstig, umweltfreundlich und komfortabel

In Anbetracht steigender Heizöl- und Gaspreise gewinnt Holz als alternativer Energielieferant zunehmend an Bedeutung. In deutschen Privathaushalten lag der Brennholzverbrauch im Jahr 2005 bei rund 20 Millionen Festmetern (Fm) und hat sich damit seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt – Tendenz steigend. Diese Steigerungsrate schlägt sich auch in der Nachfrage nach geeigneten Feuerstellen oder Heizgeräten nieder. So wurden alleine im Jahr 2008 in Deutschland 300.000 Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen verkauft.

Moderne Kaminöfen erreichen Wirkungsgrade von 80 Prozent und mehr und gewährleisten somit eine sehr gute Brennstoffausnutzung und geringe Emissionswerte. Wird das Holz im Kaminofen verfeuert, sorgt es schnell und kostengünstig für wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden.

Beispielrechnung
Wie hoch die Heizkostenersparnis ist, wenn Mieter oder Eigentümer ihren Wärmebedarf zum Beispiel mit Buchenscheitholz statt Heizöl decken, zeigt ein Vergleich: Als Beispiel dient eine 50 Quadratmeter große Wohnung, in einem Haus aus den achtziger Jahren, das pro Heizperiode einen Heizenergieverbrauch von 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche aufweist. Um diese Wohnung einen Winter lang zu beheizen, sind etwa 828 Liter Heizöl notwendig. Bei einem Preis von 0,65 Euro pro Liter (bundesweiter Durchschnittspreis für die Standardqualität im Oktober 2009) ergeben sich daraus Heizkosten von insgesamt 538 Euro. Für die gleiche Heizleistung werden 4,3 Raummeter Holz benötigt. Bei einem Preis von 65 Euro pro Raummeter liegen die Heizkosten hier bei insgesamt 280 Euro. Die Ersparnis von Buchenscheitholz zu Heizöl beträgt also rund 260 Euro.

Eine umweltfreundliche Alternative
Das Heizen mit Holz hat in Zeiten von Umweltproblemen und Ressourcen-Knappheit neue Aktualität gewonnen: Es ist deshalb so umweltfreundlich, da bei der Verbrennung nur so viel C02 ausgestoßen wird, wie der Baum in seiner Wachstumsphase aufgenommen hat. Dieselbe Menge Kohlendioxid würde auch bei der Verrottung freigesetzt – die Holzverbrennung ist also C02-neutral. Holz schont zudem die Vorräte fossiler Brennstoffe wie etwa Kohle oder Erdgas und stellt somit eine echte Alternative zu teurem Heizöl dar.

Um eine optimale Wärmeausnutzung und geringe Emissionswerte zu erzielen, sollten einige Regeln für die Brennholzaufbewahrung eingehalten werden.

Angenehmes Raumklima
Nicht nur das Weltklima profitiert von einem verstärkten Einsatz von regenerativen Energie aus Holz: Es gibt auch handfeste Vorzüge für den Nutzer, d.h. für sein privates Raumklima: Nahezu jeder verbindet mit einem Kachelofenfeuer Eigenschaften wie „gemütlich“, gesunde Strahlungswärme, Geborgenheit. Eine wissenschaftliche Studie hat dieses subjektive Wohlfühl-Empfinden untersucht und festgestellt, dass es bei Kachelofenbesitzern deutlich stärker ausgeprägt ist als beim Rest der Bevölkerung. Wo ein solcher Ofen vorhanden ist, schätzen 93% ihr gesundheitliches Befinden gut ein, während Nichtbesitzer dies nur zu 61,4% von sich sagen! Eine der wesentlichen Ursachen für diese positive Einschätzungen ist die Strahlungswärme von Kachelöfen. Sie ist der Sonnenstrahlung vergleichbar und wird deshalb als besonders angenehm empfunden.

Kriterien von Behaglichkeit und Raumklima:
Raumtemperatur: 18-20 °C (Idealwert), 18-20 °C (Kachelofen), 21-23 °C (Zentralheizung)
Wandtemperatur: 20-22 °C (Idealwert), 18-20 °C (Kachelofen), 14-16 °C (Zentralheizung)
Luftfeuchtigkeit: 40-60% (Idealwert), 40-60% (Kachelofen), 32-50% (Zentralheizung)

Luftqualität: Staubwirbelung: Kachelofen - gering, Zentralheizung - hoch

Fazit

Holzheizung etwa in Form von Kaminöfen sorgt nicht nur für ein stimmungsvolles Wohnambiente, sondern ist unter bestimmten Voraussetzungen durchaus auch eine wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Alternative – zumindest aber Ergänzung – zu Erdöl oder Erdgas. Das gilt besonders für die Übergangszeit, in der ein kurzfristiges und schnelles Aufheizen der Wohnräume erwünscht ist.